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Austausch der Feuerwehr und des
Jugendspielmannszuges vom |
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Bevor der DHE-Reisebus geentert werden konnte, versammelte sich die Gruppe auf Wunsch von stellv. Ortsbrandmeister Jürgen Wachendorf (r.) im Feuerwehrhaus. Zum Einen wurde das Präsent für die Louéser Feuerwehr signiert und zum Anderen gab es eine interne Ehrung. Fünf des diesjährigen Austausches waren auch schon vor 40 Jahren beim ersten Besuch in Loué dabei. Damals war es der Jugendspielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr, der die dann folgenden Partnerschaftsaustausche begann. Friedel Horstmann, Heinz Wolle, Elke Wachendorf, Alfred Klinke und Manfred Bramkamp bekamen ein kleines Erinnerungspräsent überreicht. Links Arnold Meyerholz, der die Ehrung mit organisiert hatte.
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Anreise und Empfang Pünktlich verließ der Bus am Mittwochabend letzter Woche mit 41 Reisenden Harpstedt in Richtung Loué. Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Harpstedt und des Jugendspielmannszuges waren aufgebrochen, um in der Partnerstadt die befreundete Feuerwehr und den Musikverein „Orchestre de la Vègre“ zu besuchen. Die Einladung war während der Jubiläumsfeier im letzten Jahr ausgesprochen worden. Zu Beginn der Busfahrt ging es doch recht lebhaft zu, doch in den Morgenstunden waren die meisten Reisenden eingenickt. Gegen 8.00 Uhr war Paris bei verhältnismäßig wenig Verkehr schnell passiert. Dennoch konnte die geplante Ankunftszeit wegen der erforderlichen Pausen nicht ganz eingehalten werden. So wurden die Harpstedter bereits beim Centre Culturel von einer großen Gastgeberschar erwartet. Nach der persönlichen, ganz besonderen herzlichen Begrüßung erfolgte im Centre Culturel durch den Bürgermeistervertreter Yannick Estéve. Er hieß die Gäste aus Harpstedt willkommen und wünschte einen schönen Aufenthalt und viel Spaß bei dem vorbereiteten Programm. Den Jugendspielmannszug hieß der Präsident des Orchesters Jacky Bassereau willkommen und die Feuerwehrmitglieder wurden vom Leiter der Louéser Feuerwehr Toni Mercier begrüßt. Noch vor der Quartierverteilung wurde das obligatorische Gruppenfoto gemacht. Nur kurz war die anschließende Mittagspause. Das Besuchsprogramm begann am Nachmittag mit dem Besuch eines Steinbruchs in Saint Denis d´Orques. Sowohl die französischen Gastgeber als auch die Harpstedter konnten sich von der Größe des Steinbruches einen Eindruck verschaffen. Heute werden jährlich über eine Million Tonnen Steine gebrochen und zu Schotter verschiedener Qualität aufgearbeitet. Noch fast dreißig Jahre darf der Steinbruch betrieben werden. Entsprechend sind neue Brecher- und Verteileranlagen erstellt worden, wie Steinbruchchef Loic Rouland und Qualitätsprüferin Christelle Corbes bei der Führung erläuterten. Am frühen Abend übten das Orchestre de la Vègre und der Jugendspielmannszug Harpstedt gemeinsam im Kulturzentrum für die bevorstehenden Auftritte. |
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Kekse und alte Autos Freitagvormittag wurde eine Busfahrt nach Sablé sur Sarthe unternommen, um die dortige Keksfabrik bei einer informativen Führung kennen zu lernen und die Produkte zu kosten. Auf der Rückfahrt wurde für die Gäste aus Harpstedt noch eine kleine Stadtrundfahrt durch Sablé organisiert. Dem Mittagsessen in den Familien mit sehr kurzer Pause folgte eine weitere Busfahrt nach Le Mans zum Automuseum. Im Museum, das an der Rennstrecke des 24-Stundenrennens von Le Mans liegt, konnte in aller Ruhe die Geschichte des französischen Automobils und des Rennsports "studiert" werden. Die Rückfahrt führte dann über einen Großteil der Rennstrecke, dann durch die Stadt Arnage, der Partnerstadt von Hude. Das spätere Grillen und fröhliche Beisammensein bei Musik und Tanz rundete den Tag ab. |
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Wanderrallye in Loué Eine ganz hervorragende vorbereitete Rallye zu Fuß in mehr oder weniger großen Gruppen (Gastgeberfamilie mit Harpstedter Gästen) wurde am Samstag bei hochsommerlichen Temperaturen in aller Gemütlichkeit unternommen. Auf der Strecke vom Sportzentrum zum Picknick- und Freizeitplatz Prés Marais an dem Bach "le Vègre" mussten zahlreiche Punkte anhand von Bildausschnitten gefunden und Fragen beantwortet werden. Zur Auflockerung galt es auch noch Geschicklichkeitsspiele zu bewältigen. Um die Mittagszeit wurde das Picknick genossen und den Beinen eine kleine Erholungspause gegönnt, bevor der "Rückmarsch" zum Feuerwehrhaus angetreten wurde. Weitere Dinge galt es zu suchen und Fragen zu Musik und Feuerwehr mussten beantwortet werden. Nach Besichtigung des im Ausbau befindlichen Feuerwehrhauses genossen alle Teilnehmer den Schatten und einen Aperitif. |
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Platzkonzert vor dem Rathaus Am frühen Abend zogen das Orchestre de la Vègre und der Jugendspielmannszug Harpstedt mit klingendem Spiel vom Kulturzentrum zum Platz vor dem Rathaus. Hier gab es ein kleines Platzkonzert. Beide Orchester stellten sich im Alleinspiel, aber auch mit gemeinsamen Musikstücken eindrucksvoll vor und ernteten reichlich Beifall von der großen Zuhörerschar. Viele bekannte Gesichter bekamen die Harpstedter zu sehen und entsprechend herzlich waren die Begrüßungen. |
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Weinkellerei, "Steine und Lichter" und Champignons Schon am frühen Sonntagmorgen wurden die Busse wieder bestiegen und die obligatorische Tagesfahrt in die Umgebung von Saumur de la Loire wurde angetreten. Der Weinbauernhof "Domaine Lavigne" in Varrains war das erste Ziel. Pascale und Antoine Lavigne-Veron (Antoine ist früher Orchestermitglied in Loué gewesen) stellten den 37 Hektar großen Weinbauernhof vor. Natürlich wurden nach der Führung durch die alten Weinkeller und der modernen Weinkellerei später Weine verkostet.
Nach dem Mittagessen mit "Fouées", einer Brotspezialität, in einem "Grotten-Restaurant" wurde eine Pilzzucht in einem sogenannten "Champignonkeller" besichtigt. Große, aber niedrige Kellergewölbe waren über Jahrzehnte in den Sandstein geschlagen worden. Die Steine wurden zum Häuserbau verwendet. Heute werden viele Sorten Pilze tonnenweise gezüchtet. Die gleichbleibende Temperatur und Luftfeuchtigkeit in den Gewölben ermöglichen dies ohne Klimatechnik.
Ein anderes Gewölbe dient heute der Ausstellung "Pierre et Lumiére". Während der Führung erfuhren die Gäste, dass die Kunstwerke überwiegend in dem Gewölbe aus den Sandsteinwänden herausgearbeitet wurden. Der Künstler, ein Autodidakt, hat die Werke (Kirchenbauwerke, Stadtansichten und Schlösser umliegender Orte) in mehr oder weniger kurzer Arbeitszeit erstellt. Die Arbeiten sind so detailgetreu ausgeführt, dass selbst Personen und Tiere dargestellt sind.
Beeindruckt wurde später ein herrliches Abendessen in einem Restaurant in Saumur genossen. Gegen Mitternacht wurde Loué wieder erreicht und die Quartiere aufgesucht. |
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Imkerei und Wassermühle In Fahrgemeinschaften wurde am Montag nochmals auf Entdeckertour gegangen. Zuerst wurde eine Imkerei aufgesucht. In einem Vortrag wurde sowohl den Gastgebern als auch den Harpstedter Gästen die Bienenzucht und Honiggewinnung näher gebracht. Nach einer kleinen Honigverkostung ging die Autofahrt zum Grillplatz "Grottes et Canyon" zum Picknick. Am Nachmittag wurde dann noch eine alte Wassermühle besichtigt und während einer umfangreichen Führung die Funktionsfähigkeit der Wassermühle demonstriert und dabei der Weg des Korn zum Mehl anschaulich beschrieben.
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Abschiedsabend und Rückfahrt Trotz erkennbarer Erschöpfungserscheinungen wurde am gleichen Abend zum Abschiedsfest im Centre Culturel gerüstet. Auftakt war ein sehr schönes Konzert der beiden Musikgruppen aus Loué und Harpstedt. Das anwesende Publikum war begeistert und so mussten Zugaben gespielt wurden. Das Abendessen zog sich in die Länge, weil die Sapeurs Pompiers de Loué (Feuerwehr Loué) zu einem Löscheinsatz gerufen wurden. Ein kleiner Strohwagenbrand hatte sich zu einem großen Flächenbrand entwickelt. Entsprechend zog sich der Einsatz hin. Der Leiter der Louéser Feuerwehr Toni Mercier zog sich vom Einsatz zurück, so dass dann doch noch die Gastgeschenke überreicht werden konnten. Stellv. Ortsbrandmeister Jürgen Wachendorf dankte für die überaus herzliche Aufnahme und das informative Besuchsprogramm mit der tollen Rallye in der Stadt Loué. Dafür hatte es in der Zwischenzeit auch Preise gegeben. Wiebke Wachendorf, die auch als Dolmetscherin aktiv war, erhielt den Pokal der Siegergruppe und darf in zwei Jahren in Harpstedt etwas Ähnliches organisieren. Toni Mercier konnte dann den von allen Harpstedter Austauschteilnehmern signierten Stehtisch, Gläser und ein Bierfässchen entgegennehmen. "Wir haben vor vier Jahren einen gleichen Tisch mitgebracht. Damit fast alle Feuerwehrkameradinnen und -kameraden daran stehen können, haben wir jetzt einen zweiten Tisch mitgebracht;" erklärte Jürgen Wachendorf das Präsent. Im Auftrag des Jugendspielmannszuges Harpstedt überreichten Kerstin Wolle und Maik Bitter ein Fotoalbum mit einem Querschnitt von Bildern der Austauschveranstaltungen in den letzten 39 Jahren. Darüber freute sich nicht nur Jacky Basserreau als Präsident des Orchesters. Zeigt doch das Album die Entwicklung der Freundschaft und Verbundenheit zwischen den Louéser und Harpstedter Musikern. Sowohl Jürgen Wachendorf als auch Maik Bitter sprachen eine Einladung nach Harpstedt für das Jahr 2012 vom 23. bis zum 28. August aus. Bis dahin sind es noch Tage ! Nach teilweise kurzer Nacht, Teilnehmer der Austauschveranstaltungen kennen die Gepflogenheiten, fiel der Abschied am Dienstagmorgen allen ganz besonders schwer. So manche Träne floss sowohl bei den Gastgebern als auch bei den Abreisenden. Doch pünktlich startete der DHE-Reisebus mit Fahrer Klaus Meyer aus Ganderkesee, sowie als Ablösefahrer Peter Sparkuhl. Wohlbehalten kam die Reisegesellschaft gegen 22.30 Uhr wieder beim Harpstedter Feuerwehrhaus an. |
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Text : Harro Hartmann Bilder: Harro Hartmann und Jürgen Wachendorf |